WRT Spotlight - RS Hilfsmittel GmbH

RS Hilfsmittel begleitet Menschen dabei, ihren Alltag möglichst selbstständig und sicher zu gestalten. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Heimberg verbindet ein breites Sortiment an Hilfsmitteln mit persönlicher Beratung, individuellen Lösungen und Dienstleistungen rund um Mobilität, Wohnen und Pflege.


RS Hilfsmittel – Unterstützung für einen selbstständigen Alltag

Ob ein Rollator für mehr Sicherheit unterwegs, ein Pflegebett für das eigene Zuhause oder ein Elektromobil für neue Bewegungsfreiheit: Oft sind es die passenden Hilfsmittel, die im Alltag einen entscheidenden Unterschied machen. RS Hilfsmittel unterstützt ältere Menschen, Personen mit körperlichen Einschränkungen sowie Menschen nach einem Unfall dabei, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Seit 2002 ist das Familienunternehmen in der Hilfsmittelversorgung tätig. Neben dem Verkauf können zahlreiche Produkte auch gemietet werden. So lässt sich die gewählte Lösung flexibel an die persönliche Situation und die benötigte Einsatzdauer anpassen. Das Fachpersonal nimmt sich Zeit für die individuellen Bedürfnisse und berät die Kundinnen und Kunden auf Wunsch auch direkt bei ihnen zu Hause. Zum Angebot gehören zudem Lieferungen, Reparaturen, Servicearbeiten, die Aufbereitung von Hilfsmitteln sowie Unterstützung bei Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten und Kostenträgern. Neben dem Hauptgeschäft in Heimberg ist RS Hilfsmittel auch in Langnau und Burgdorf vertreten. Die Fachabteilung RS Gesundheit in Heimberg ergänzt das Angebot unter anderem mit Kompressionsstrümpfen und Schlafsystemen.

 

Fünf Fragen an Andy Bieri

 

1. Wie sind Sie zu Ihrer heutigen beruflichen Tätigkeit gekommen?

Ich bin über meine Frau in das Unternehmen hineingewachsen. Meine Schwiegereltern haben RS Hilfsmittel aufgebaut. Da keines ihrer fünf Kinder den Betrieb übernehmen wollte, ergab sich für mich die Möglichkeit, einzusteigen. Ich habe einen kaufmännische Hintergrund und vorher sieben Jahren Erfahrungen im Bettenfachhandel gesammelt.
Eine klassische Ausbildung für unsere Tätigkeit gibt es nicht. Vieles lernt man in der Praxis, durch Weiterbildungen sowie im Austausch mit Herstellern, Ärzten und weiteren Fachpersonen. Entsprechend unterschiedlich sind die beruflichen Hintergründe in unserem Team. Bei uns arbeiten beispielsweise Personen aus der Malerei, der Drogerie oder dem medizinischen Umfeld. Entscheidend sind die Bereitschaft zu lernen und das Interesse an den Menschen und ihren Bedürfnissen.

2. Welches sind aktuell Ihre grössten Herausforderungen?

Eine grosse Herausforderung sind die zunehmenden regulatorischen Anforderungen für Medizinprodukte. Die Vorgaben betreffen nicht nur Hersteller von komplexen medizinischen Geräten, sondern auch Fachgeschäfte wie unseres, die beispielsweise Rollatoren importieren und verkaufen. Wir müssen Produkte registrieren, Zertifikate vorweisen und sicherstellen, dass jedes Hilfsmittel geprüft und korrekt dokumentiert wird. Diese Anforderungen bedeuten für kleinere Unternehmen einen erheblichen administrativen und finanziellen Aufwand. Beim Thema Fachkräfte versuchen wir, offen zu bleiben und uns nicht zu stark auf fehlende Abschlüsse oder Branchenerfahrung zu konzentrieren. Da es für unsere Tätigkeit ohnehin keine klassische Ausbildung gibt, laden wir interessante Bewerberinnen und Bewerber gerne zu einem Gespräch ein und schauen, ob es persönlich passt. Empathie, Feingefühl und ein respektvoller Umgang mit den Kundinnen und Kunden sind für uns wichtiger als der bisherige berufliche Werdegang.

3. Wie finden Sie einen Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit?

Bei uns sind Geschäft und Familie eng miteinander verbunden. Auch unsere Kinder sind immer wieder im Unternehmen anzutreffen und bei Teamanlässen ist die Familie oft mit dabei. Gleichzeitig achten wir darauf, die Wochenenden bewusst als Familienzeit zu nutzen. Einen weiteren Ausgleich finde ich beim FC Heimberg. Dort engagiere ich mich als Juniorentrainer und bin zudem im Vorstand tätig. Das gibt mir die Möglichkeit, Zeit mit jungen Menschen zu verbringen, mich für den Verein einzusetzen und gedanklich vom Geschäftsalltag abzuschalten.

4. Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Unternehmung?

Ich wünsche mir, dass wir unsere guten Mitarbeitenden und das tolle Team, das wir heute haben, langfristig behalten können. Die Zusammenarbeit im Team und die Freude an unserer Tätigkeit prägen die Atmosphäre im Unternehmen. Diese positive Haltung spüren auch unsere Kundinnen und Kunden. Wenn es uns gelingt, das zu bewahren, sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

5. Wie lautet Ihr Ratschlag an Jungunternehmende?

Seid ehrlich und transparent. Sagt offen, was ihr könnt, aber auch, wo eure Grenzen liegen. Man muss nicht auf alles sofort eine Antwort haben oder alles selbst können. Ehrlichkeit schafft Vertrauen und bringt einen langfristig am weitesten.



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