Summita ist ein Thuner Start-up, das mobile Saunazelte für den ganzjährigen Einsatz überall im Freien entwickelt und produziert. Das junge Unternehmen verbindet eine ungewöhnliche Geschäftsidee mit lokaler Fertigung in der eigenen Manufaktur und einem robusten, flexiblen, langlebigen Produkt, das ohne festes Bauprojekt auskommt.
Die Idee für Summita entstand 2017 während einer Reise nach Kirgistan. Nach einer Skitour auf 3’200 Metern über Meer bot ein Saunazelt die Möglichkeit, sich aufzuwärmen und zu erholen. Dieses Erlebnis weckte bei Michael Beyer das Interesse an mobilen Saunen. Nach fünf Jahren im Vertrieb bestehender Modelle entschied er sich, ein eigenes Produkt zu entwickeln. Daraus entstand das Thuner Start-up Summita. Heute werden die Summita Saunazelte in einer Manufaktur in Thun gefertigt. Das Unternehmen arbeitet dabei mit lokalen Partnerbetrieben zusammen. Die einzelnen Bestandteile werden zugeschnitten, vernäht und zusammengebaut. Vor der Auslieferung wird jedes Zelt vollständig aufgestellt und überprüft. Die Saunazelte sind für den ganzjährigen Einsatz im Freien konzipiert und bieten Platz für bis zu vier Personen. Ein Holzofen sorgt für die nötige Wärme. Da die Sauna weder ein festes Fundament noch einen dauerhaften Aufbau benötigt, kann sie flexibel aufgestellt und bei Bedarf wieder verstaut werden. Neben den Saunazelten und Holzöfen bietet Summita verschiedene Bänke, Liegen sowie Zubehör für das Saunieren an. Die Produkte werden hauptsächlich über den Onlineshop verkauft. Besichtigungen und persönliche Beratungen sind auch direkt in der Manufaktur in Thun möglich. Bei der Entwicklung achtet das Unternehmen darauf, dass einzelne Bestandteile gewartet und repariert werden können.
Bevor ich Summita gründete, war ich rund 25 Jahre in der IT tätig, unter anderem bei den SBB. In dieser Zeit arbeitete ich in ganz unterschiedlichen Bereichen und konnte viele Erfahrungen sammeln. Irgendwann kam ich jedoch an einen Punkt, an dem ich mich entscheiden musste: Mache ich bis zur Pensionierung mehr oder weniger so weiter oder wage ich nochmals etwas Neues? Für mich war klar, dass ich eine Veränderung brauchte. Den Ursprung der Geschäftsidee bildet ein Erlebnis in Kirgistan. Nach einer Skitour konnten wir uns auf 3’200 Metern über Meer in einer mobilen Zeltsauna aufwärmen. Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig beeindruckt. Daraus entstand zunächst der Vertrieb bestehender Saunazelte und später die Idee, ein eigenes Produkt zu entwickeln. Die Möglichkeit, diese Idee umzusetzen, gab mir schliesslich den nötigen Antrieb, das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen.
Wir haben ein Produkt, das funktioniert und unsere Kundinnen und Kunden begeistert. Die grösste Herausforderung besteht darin, Summita und das Konzept der mobilen Sauna bekannter zu machen. Viele Menschen können sich zunächst nur schwer vorstellen, wie ein Saunazelt funktioniert und wie sich das Saunaerlebnis darin anfühlt. Häufig braucht es deshalb eine persönliche Erklärung oder ein eigenes Erlebnis, damit sie das Potenzial erkennen. Marketing und Verkauf erfordern sehr viel aktive Arbeit. Wenn wir nichts unternehmen, passiert auch nichts. Gleichzeitig lässt sich der Erfolg einzelner Massnahmen nur schwer planen. Die Nachfrage schwankt teilweise stark und dies nicht nur aufgrund der Jahreszeiten. Als junges Unternehmen machen wir vieles zum ersten Mal und müssen laufend herausfinden, welche Wege funktionieren. Das führt immer wieder zu einer Berg und Talfahrt. Entscheidend ist, auch in schwierigeren Phasen dranzubleiben und den Glauben an das Produkt nicht zu verlieren.
Es ist mir wichtig, bewusst Raum für Erholung zu schaffen und mir diese Zeit auch wirklich zu nehmen. Als Unternehmer könnte ich theoretisch rund um die Uhr arbeiten, denn es gibt immer etwas zu tun. Umso wichtiger ist es, zwischendurch Abstand zu gewinnen. Meinen Ausgleich finde ich vor allem beim Sport und in der Natur. Ich bin gerne draussen und in den Bergen unterwegs. Ausserdem unternehme ich viel mit meiner Frau. Diese gemeinsamen Erlebnisse helfen mir, den Kopf freizubekommen, neue Energie zu tanken und die schönen Momente bewusst zu geniessen.
Mein grösster Wunsch ist mehr Planbarkeit. Die Unterschiede von Monat zu Monat sind teilweise sehr gross und diese Ungewissheit kann anstrengend sein. Gleichzeitig motivieren mich die vielen schönen Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden. Sie zeigen uns, dass unser Produkt den Menschen Freude bereitet und ihnen im Alltag bewusste Auszeiten ermöglicht. Genau das möchten wir mit Summita erreichen. Das besondere Saunaerlebnis, das mich damals selbst begeistert hat, soll für möglichst viele Menschen zugänglich werden. Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, unkompliziert und flexibel zu Hause oder in der Natur zu saunieren und sich damit einen persönlichen Rückzugsort zu schaffen.
Am Anfang braucht es eine klare Vorstellung davon, was man mit seiner Idee schaffen möchte. Als Unternehmerin oder Unternehmer bringt man etwas hervor, das vorher in dieser Form noch nicht existiert hat. An diese Idee und ihren Nutzen muss man selbst glauben, denn nur dann kann man auch andere davon überzeugen. Gleichzeitig sollte man sich darauf einstellen, dass vieles deutlich länger dauert als erhofft oder geplant. Ein Businessplan kann noch so überzeugend aussehen, die Realität entwickelt sich häufig anders. Das gilt auch für Themen, bei denen man es zunächst nicht erwarten würde. Wichtig ist deshalb, flexibel zu bleiben, aus Erfahrungen zu lernen und trotz Rückschlägen weiterzumachen.